Frankreichs erster Parfümeur

Mit freundlicher Genehmigung von Plaisir De Grasse

Also zurück zu Catherine de Medici. Trotz der Handschuhe und der zehn Kinder, von denen eines sie bei der Geburt beinahe getötet hätte ... war ihr Ehemann, der König von Frankreich, in seine Geliebte Diane de Poitiers verliebt.

Was kann ein Mädchen tun?

Zum Glück für Catherine hatte sie einen Parfümeur namens Renato Bianco aus Florenz mitgebracht, der später als Renè Le Florentin bekannt wurde. Renato war ein Waisenkind, das von den Brüdern im Kloster Santa Maria Novella aufgezogen wurde, in dem er zunächst als Stallknabe arbeitete.

Im Alter von zwölf Jahren wurde er einem alten Alchemisten anvertraut, der das Kind in die geheime Technik der Kräuterdestillation einführte, für die das Kloster berühmt war.

Die Brüder aus dem Kloster Santa Maria Novella in Florenz gingen als Teil von Katharinas Gefolge nach Frankreich. Ehrgeizig und eifrig, ihr zu gefallen, parfümierte er ihre Handschuhe.

Der königliche Hof war parfümreif. Die Menschen haben im 16. Jahrhundert nicht gebadet. Von den Royals wurde behauptet, sie schwämmen sich einmal im Monat und waschen selten ihre Seidenunterwäsche. Sie wuschen sich nie die Haare, die oft so fettig und von Läusen befallen waren, dass die Kämme, die man auf den Bildern sieht, oft zum Kratzen ihrer von Läusen befallenen Bienenstöcke verwendet wurden.

Und ein Schwammbad hat eindeutig nicht viel gebracht ...

Um ehrlich zu sein, war das Baden im Mittelalter eine gefährliche Angelegenheit - kalter Marmor in zugigen Häusern riskierte Lungenentzündung und sogar den Tod. Würdest du für ein Bad sterben? Wahrscheinlich nicht. Die Bilder zeigen, wie unangenehm und kompliziert die Kunst des Badens war.

Die Parfums von Rene le Florentin haben die Sache gelöst. Bald war es nicht nur der vergebliche Pariser Adel, der diesen neuen Brauch, sich selbst zu parfümieren, annahm, sondern jeder.

Er eröffnete ein Geschäft in der Pont St. Michele ... Renè le Florentins Geschäft war ein sofortiger Erfolg.

Bald… waren seine Parfums so beliebt, dass er Rivalen hatte.

So verwandelte er sein Parfüm in Gift, und die immer schlauer und politischer werdende Catherine De Medici half nur allzu gern.

Wie Shakespeare einmal sagte: "Die Hölle hat keine Wut wie eine verachtete Frau"