Jordanien (Teil II)

Al-Hannouneh-Gesellschaft für palästinensische Kultur (جمعية الحنونة للثقافة الشعبية)

Heute nahm eine Gruppe von uns an einer Veranstaltung der Al-Hannouneh-Gesellschaft zur Feier der palästinensischen Kultur teil. Es wurden traditionelle palästinensische Gerichte serviert, alle trugen traditionelle Kleidung und schöne Kunst und anderes handgemachtes Kunsthandwerk standen zum Verkauf.

Ärzte ohne Grenzen und römische Ruinen von Jerash, Nordjordanland

Am Morgen besuchten wir das Büro für Ärzte ohne Grenzen in der nördlichen Stadt Irbid, wo sich die Mehrheit der syrischen Flüchtlinge aufgrund der Nähe zur Nordgrenze befindet. Nach der Besichtigung der Einrichtung tauschten einige Ärzte ihre Erfahrungen in aktiven Konfliktgebieten auf der ganzen Welt aus und diskutierten anschließend den Vergleich der Syrienkrise. Viele berichteten, dass dies eine der schlimmsten Situationen war, die sie aufgrund des Ausmaßes der Gewalt, der eingesetzten Waffen und der schieren Anzahl von Menschen, die dringend Pflege benötigen, erlebt hatten.

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg nach Jerash. Diese über 6.500 Jahre alte Stadt gilt als eine der am besten erhaltenen römischen Provinzstädte der Welt und wurde erst kürzlich in den letzten 70 Jahren ausgegraben. Die Stadt trägt ihre ursprünglich asphaltierten Straßen, mehrere Tempel, Theater, öffentliche Plätze, Brunnen und hohe Stadtmauern. Wir gingen ungefähr drei Stunden durch die Straßen und erkundeten die Tempel, hätten aber leicht den ganzen Tag verbringen können.

Nördlicher Ausflug: Umm Qais, Jesus Cave und Ajloun Castle

Der Nordausflug begann mit der antiken Stadt Umm Qais, in der an einem Punkt insgesamt drei Länder (Israel, Syrien und Palästina) zusammen mit dem See Genezareth und den von Israel besetzten Golanhöhen zu sehen waren. Umm Qais beherbergt die Ruinen der Decapolis-Stadt Gadara aus dem Jahr 218 v. Chr. In der antiken Stadt befinden sich auch Überreste eines osmanischen Dorfes aus dem 18. Jahrhundert, die völlig fehl am Platz aussahen. In einem anderen Punkt, gemäß der Bibel, war dies der Ort, an dem Jesus das Wunder der Gararene-Schweine vollbrachte. (Ich wusste auch nicht, was es war.)

Wir übernachteten im 13 km langen Naturschutzgebiet Ajloun, in dem die gestreifte Hyäne, das Stachelschwein mit indischem Haube und der arabische Wolf leben. Drei-zu-eine-Kabine und kein WiFi ermutigten alle zu ernsthafter Zeit und waren im Vergleich zu überlastetem Amman ein wahrer Hauch frischer Luft.

Der nächste Ausflug war zu einem Ort, der buchstäblich „Jesus-Höhle“ genannt wird, wo Jesus und seine 40 Jünger auf der Flucht vor den Römern versteckt geblieben sein sollen. Im Inneren befanden sich zwei Fluchttunnel, von denen einer den Archäologen das Ende nicht lokalisieren konnte.

Ganz in der Nähe befanden sich die Ruinen der ältesten Kirche der Welt aus dem Jahr 250 n. Chr. Schöne Mosaikfliesen bedeckten den Boden der Kirche mit Bildern und griechischen und lateinischen Inschriften.

Die letzte Station, Ajloun Castle, war wohl die interessanteste Seite, an der wir je waren. Die islamische Festung stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde von einem der Generäle Saladins erbaut. Während der Kreuzzüge war sie von enormer strategischer Bedeutung. Von einem der Top-Posten aus konnte eine Taube innerhalb von 24 Stunden Nachrichten nach Kairo, Damaskus, Jerusalem und Bagdad bringen.

Dana Nature Reserve und Petra bei Nacht

Petra

Wadi Rum (Tal des Mondes)